ZWEITGEDANKEN

ein Blog von Jürgen Jessen-Thiesen

Psalm 8

Wie wunderbar!

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Jürgen Jessen-Thiesen

Psalm 8 - nach Peter Spangenberg

MILCHSTRASSE UND STERNSCHNUPPEN

Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name

 

Herr Gott,

rund um die Erde und in allen Winkeln des Weltalls

kennt man dich und sieht deine Wunder,

Kinder, ja schon Säuglinge,

sind Zeichen dafür, wie du das Leben liebst,

damit auch den Bösen und den Gierigen klar wird:

Nur bei dir ist das Leben in besten Händen.

Wenn ich nachts nach oben sehe

und das Firmament bestaune,

deinen riesigen Himmel mit Mond und Sternen,

mit Milchstraße und Sternschnuppen –

alles stammt von dir!

Was bin ich dann schon?

So klein! So winzig!

Ein Menschenkind! Und du denkst an mich? !!

Du hältst mich auch in deiner Hand'?

Ich soll dir dienen?

Ich soll wirklich ein Zeichen von dir sein?

Ich kleiner Mensch soll mithelfen,

deine Erde zu bewachen? Mit allem, was dazu gehört:

mit Schafen und Rindern, Ameisen und Elefanten,

Vögeln und Fischen, Moosen und Felsen, Tälern

und Bergen, mit den Meeren und den Erdteilen?!

Das ist wunderbar. Herrlich ist das!

Lieber Gott,

du machst das Leben hell und gut, und in der ganzen Welt

sollen die Menschen davon singen.

 

Psalm 8 – Resonanz

 

Wie wunderbar!

 

Dieser Psalm bringt mich ins Staunen.

Wenn ich ihn lese, entsteht in mir große Ehrfurcht.

Er lässt mich die ganze Breite, Höhe und Tiefe von Himmel und Erde spüren – voller Bewunderung.

Er weckt in mir, was ich selbst fühle, wenn ich nachts in den Himmel schaue, den Mond und die Sterne bewundere. Wenn ich Vögel beobachte, die Bienen im Garten, die Blumen, Gräser und Beeren. Wenn ich den Wind im Gesicht spüre, die Sonne mich wärmt. Den Regen. Wie wunderbar!

Und mittendrin ich. Ein Teil von allem.

Wie will ich mich verstehen?

Was bin ich dann schon?

So klein! So winzig!

Und gleichzeitig: Ein Menschenkind, von Gott gewollt, geschaffen, geliebt, einmalig. Er hat mich bei meinem Namen gerufen und hält mich in seiner Hand. Ich bin ein Teil seiner Ewigkeit. Wie wunderbar!

Mehr noch. Er hat mich in diese Welt gesetzt. Ich bin Teil seines Lebenswillens. Er liebt das Leben. Er hat es erschaffen. Er will es erhalten - und ich kleiner Mensch soll mithelfen, seine Erde zu bewahren? Mit allem, was dazu gehört.  Was traut er mir zu? Welch große Aufgabe, das Leben hell und gut zu machen! Wie wunderbar!

Wenn ich diesen Psalm lesen, singe ich im Stillen eines meiner Lieblingslieder aus dem Evangelischen Gesangbuch, Nr. 504:

  1. Himmel, Erde, Luft und Meer

zeugen von des Schöpfers Ehr;

meine Seele, singe du,

bring auch jetzt dein Lob herzu. 

  1. Seht das große Sonnenlicht,

wie es durch die Wolken bricht;

auch der Mond, der Sterne Pracht

jauchzen Gott bei stiller Nacht.

  1. Ach mein Gott, wie wunderbar

stellst du dich der Seele dar!

Drücke stets in meinen Sinn,

was du bist und was ich bin.

 

Oder mich ergreift die Lust, auf meiner Trompete den Jazz-Klassiker von Louis Amstrong zu spielen:

 What a wonderful world

I see trees of green
Red roses too
I see them bloom
For me and you
And I think to myself
What a wonderful world

 I see skies of blue
And clouds of white
The bright blessed day
The dark sacred night
And I think to myself
What a wonderful world

 The colors of the rainbow
So pretty in the sky
Are also on the faces
Of people going by
I see friends shaking hands
Saying, "How do you do?"
They're really saying
I love you

 I hear babies cry
I watch them grow
They'll learn much more
Than I'll ever know
And I think to myself
What a wonderful world
Yes, I think to myself
What a wonderful world

Jürgen Jessen-Thiesen

Psalm 8 – EG (Luther)

Was ist der Mensch, Gott, dass du dich seiner annimmst?

 

Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen,

der du zeigst deine Hoheit am Himmel!

 

Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk,

den Mond und die Sterne, die du bereitet hast:

 

Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst,

und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

 

Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott,

mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.

 

Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk,

alles hast du unter seine Füße getan:

 

Schafe und Rinder allzumal,

dazu auch die wilden Tiere,

 

die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer

und alles, was die Meere durchzieht.

 

Herr, unser Herrscher,

wie herrlich ist dein Name in allen Landen!

 

 

 

Psalm 8 - BasisBibel

 

Die Würde des Menschen

Herr, unser Herrscher,

wie machtvoll ist dein Name auf der ganzen Erde!

Deine Herrlichkeit strahlt über dem Himmel auf!

 Schaue ich hinauf zum Himmel,

staune ich über das Werk deiner Finger.

 Betrachte ich den Mond und die Sterne,

die du dort oben befestigt hast, so frage ich:

 Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,

das Menschenkind, dass du dich seiner annimmst?

 Kaum geringer als Gott –

so hast du den Menschen geschaffen.

 Du schmückst ihn mit einer Krone –

so schenkst du ihm Herrlichkeit und Würde.

 Die Werke deiner Hände hast du ihm anvertraut.

Alles hast du ihm zu Füßen gelegt:

 Schafe, Ziegen und Rinder – alle zusammen,

und dazu die wilden Tiere auf dem Feld,

 die Vögel am Himmel und die Fische im Wasser

und was sonst die Meere durchzieht.

 Herr, unser Herrscher,

wie machtvoll ist dein Name auf der ganzen Erde!

 

 

Psalm 8 - Jörg Zink

 

Herr, unser Herrscher,

wie herrlich, dass du da bist!

Dein Glanz strahlt aus dem Himmel über die Welt hin.

 

Wenn Kinder dich anrufen,

Ja, wenn eben Geborene schreien.

rühmen wir dein Werk und freuen uns deiner Macht.

 

Wenn ich den Himmel sehe,

das Werk deiner Finger,

den Mond und die Sterne,

die du geformt hast -

was ist der Mensch,

dass du an ihn denkst,

was ist das Kind eines Menschen,

dass du es liebhast?

 

Du hast ihm fast die Würde

eines himmlischen Wesens gegeben.

Mit Schönheit und Adel hast du ihn gekrönt.

 

Du gabst ihm den Auftrag,

Herrscher zu sein über alles, was du geschaffen hast.

Alles legtest du ihm zu Füßen,

 

Schafe und Rinder und die wilden Tiere überall.

Die Vögel unter dem Himmel

und die Fische im Meer

und was immer im Meer sich bewegt.

 

Herr, unser Herrscher,

wie herrlich, dass wir dich kennen.

Wie gut, dass du da bist!

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